Heimniederlage gegen Köthen

Die Freiberger Dachse haben im Kampf um den Klassenerhalt am Samstag gegen die leicht favorisierten Gäste aus Köthen einen herben Rückschlag erlitten. Trotz guter kämpferischer Leistung und lange offenen Spielausgang, gelang es den Gastgebern nicht vor erneut bestens gefüllter Kulisse, in den entscheidenden Momenten die Spielführung an sich zu reißen. Wenige einfache Fehler führten zu den clever genutzten Chancen der Köthener, die am Ende das Zünglein an der Waage für den Spielausgang waren. Als erfahrenere Einheit hat der Tabellendritte am Ende verdient die beiden wichtigen Zähler aus Freiberg entführt.

Dabei verlief das Spiel insgesamt sehr hoffnungsvoll. Dem 1:0 der Freiberger über Iliopoulos folgte allerdings zunächst eine etwas zähe Startphase. Cheftrainer Mahmutefendic sprach von: „Wir haben die Anfangsphase etwas verschlafen.“ Die Anhaltiner nutzen die Möglichkeiten und machten kontinuierlich ihre Tore, die zeitweise zu einem Freiberger 4-Tore-Rückstand führten (6:10/13. Min.). Mit dem 500. Saisontor über Felix Lehmann startete die Heimsieben dann in eine bessere Phase. Mit der ersten Auszeit von Mahmutefendic in der 21. Spielminute wurde das Dachse-Team nochmals mit Impulsen gepuscht und zumindest konnte fortan auf Augenhöhe, ohne das der Rückstand weiter wuchs, agiert werden. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff verkürzte Carl Werner zum 12:14, ehe nach besagten Pfiff noch Themis Iliopoulos einen direkt zu werfenden Freiwurf von der 9-Meterlinie, über die Köthener Mauer hinweg, zum Halbzeitstand von 13:15 einnetzte.

Mit Beginn der zweiten dreißig Minuten legten die Gäste wieder vor, aber die Dachse kämpften verbissen um jedes Tor und konnten dann mehrmals den direkten Anschlusstreffer setzen (17:18, 20:21, 23:24). Leider wurde in den entscheidenden Momenten mit teils zu überhasteten Abschlüssen mehrfach die Chance auf den, vielleicht den Verlauf ändernden, Ausgleichstreffer versäumt. Die Köthener hingegen spielten meist mit all ihrer Routine die Angriffe bis zur Passivanzeige der Unparteiischen herunter und setzten dann auch noch viel zu oft erfolgreich den entscheidenden Wurf zum Torerfolg.

Der letzte Treffer über Felix Lehmann, zum 25:26 am Ende der 57. Spielminute, ließ die gesamte Halle nochmals zum möglichen Punktgewinn euphorisieren. Statt angepeitscht vom Publikum nun noch den entscheidenden Wendepunkt zu setzen, verfielen die Freiberger Dachse in einfache Fehler mit Ballverlusten und kassierten dann auch noch Gegentreffer, die das Ergebnis am Ende deutlicher als der eigentliche Spielverlauf wirken lassen. Am Ende spielt das Ergebnis kaum eine Rolle, denn es ging um Punkte, zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und diese wurden nicht errungen.

Trotz der großen Enttäuschung ist es nun weiter wichtig, dass sich die Mannschaft nach dem Wochenende auf die nächste Aufgabe konzentriert. Noch ist alles möglich und die Umstellungen, die der neue Cheftrainer bringt, werden kurzfristig fruchten.

Mit einer Woche Spielpause, da das Rückspiel in Hermsdorf auf deren Anfrage bereits vor der Saison auf den 05.03.16 verlegt wurde, haben die Männer um das Trainerteam Mahmutefendic/Tietze nun sogar eine Woche länger Zeit sich auf das nächste und extrem wichtige Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn HC Einheit Plauen vorzubereiten.

Statistik:
HSG: Damian Kowalczyk (1.-15. Min.), Tino Hensel (16.-60. Min.); Carl Werner (1), Florian Wunderwald, Efthymios Iliopoulos (2), Felix Lehmann (3), Martin Steinfeld, Eric Neumann (1), Björn Richter (3/1), Peter Deli (1), Adrian Kammlodt (4/1), Patrick Junghanns, Kevin Elsässer (9/4), Jens Tieken (1)
Zeitstrafen: HSG 2 Min.; HG 6 Min.
Siebenmeter: HSG 8/6; HG 3/3
Schiedsrichter: Mario Beyer / Christian Wagner (Thüringer HV)
Zuschauer: 624